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Sonntag, 11.09.2016

Nice to meet you!

Hey!

Schön, dass du dich für mich oder eher für ein Auslandspraktikum auf Malta interessierst! Lies dich doch einfach durch meine Beiträge und schau dir ein paar Fotos an :) Vielleicht kann ich dich ja überzeugen, genau das gleiche zu tun!

Viel Spaß dabei, Sophie.

Sonntag, 11.09.2016

Zwischen Reden und Tun liegt das Meer - Nix mehr mit Reden. Es geht los! Tag 1

Hallo lieber Leser/-in! Ich freue mich über dein Interesse, doch bevor ich anfange, sage ich kurz was zu mir, damit ein wenig klarer wird, wer ich eigentlich bin.

Ich bin Sophie, 19 Jahre alt und komme aus Deutschland. Vor gut einem Jahr habe ich meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement angefangen und fast zur gleichen Zeit erfahren, dass es die Möglichkeit gibt, ein Praktikum im Ausland zu machen. Ich war sofort begeistert, denn ins Ausland gehen steht schon seit einer Weile auf meinem Plan..

So war der Entschluss also schnell gefasst und die Wahl auf Malta fiel auch nicht schwer. Ich meine: eine Insel im Mittelmeer?!?! - easy decision. Vor allem hat mich aber überzeugt, dass die Englischkenntisse der Einheimischen hier so gut sind. Die Mischung aus südländischem Flair und Englisch finde ich interessant und ich bin gespannt, was ich hier noch erleben werde.

Den Blog möchte ich nutzen, um die Erlebnisse für mich festzuhalten, aber auch um anderen (potentiellen) Azubis zu zeigen, welche Möglichkeit die Ausbildung bereithält. Doch auch Malta soll nicht zu kurz kommen. Allerdings findet man auf reinen Reiseblogs wohl wesentlich mehr Informationen, als ich je herausfinden kann^^ Ich muss aber hinzufügen, einen Blog wollte ich sowieso ewig schon mal schreiben.

Nachdem das geklärt ist, hier nun der heutige Tag in der Kurzfassung:

DER FLUG

Inlandsflug Dresden - MünchenÜber Deutschland war noch herrliche Sicht (Fensterplatz juhu), nach Malta war es dann aber bewölkt und ich saß am Gang :(

Für mich als Flugneuling war der Tag nicht nur aufregend, weil es heute endlich losgehen sollte, sondern auch, weil ich erst mal die Hürden des Fliegens nehmen musste. Der erste Flug von Dresden nach München war ein sehr kurzes Vergnügen, denn bei einer Flugzeit von 40 Min ist es eigentlich schon wieder vorbei, bevor man merkt, in der Luft zu sein! Da in Dresden alles sehr einfach und schnell zu erreichen ist, hatte ich nun Bammel, wie gut ich wohl alles in München finden würde. Aber dort war es dann so simpel das Gate zu erreichen, dass ich meine Bedenken vorher null nachvollziehen konnte  - ist doch total einfach alles :D Einmal die Rolltreppe hoch, rechts, schon war ich richtig.

Der zweite Flug ab München nach Luqa/ Malta ging dann aber gute 2 Stunden, die ich in aller Ruhe dazu nutze, mal ein wenig Schlaf abzugreifen. Nervosität war bis 20 Minuten vor der Landung erstaunlicherweise ein Fremdwort für mich! Denn alles lässt sich nachfragen, jeder kann Englisch und Deutsche findet man auch genug. Jeder hilft gerne und so kann eigentlich nichts schief gehen.

DIE ANKUNFT

Auf Malta angekommen wurde ich von einem Mitarbeiter meiner maltesischen Agentur in Empfang genommen. Nach einer kurzen Begrüßung inklusive Informationen bezüglich der nächsten Tage in meinem Apartment war ich auch schon wieder alleine und: angekommen. Das Wetter ist zu meiner Überraschung übrigens fast schlechter als in Deutschland! Es ist zwar recht warm, aber ziemlich bewölkt. Ich denke aber, das wird schon noch besser...

Vorerst bin ich alleine in einem Apartment in Attard (im Zentrum der Insel) und werde im Laufe oder Ende der Woche mit anderen Praktikanten zusammenziehen.
Da der Kühlschrank natürlich leer war, musste ich in einem kleinen Laden nicht weit weg einkaufen gehen. Daher werde ich mir nun einen Teller Nudeln mit Pesto machen und den Ausblick von der riesigen Terrasse genießen.

 

Kleiner Einblick in das (vorläufige) ApartmentDie Dachterasse :DMein SchlafzimmerNice view i guessDas Haus in Attard mit meinem Apartment

Latest update: Es gibt Probleme beim Nudelkochen... Ich bin Gasherde einfach nicht gewöhnt. Habe ihn jetzt anbekommen, aber die Hitze ist hier offensichtlich nur draußen zu finden....

See you, Sophie

 

Montag, 12.09.2016

How to: Busfahren nach VALETTA - Tag 2

Heute sollte das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden werden. Denn damit die Überforderung nicht allzu groß ist, stürzen sich die Praktikanten nicht sofort in die Arbeit, sondern bekommen zu Beginn ein paar freie Tage. Zuerst soll man sich in der neuen Umgebung wohlfühlen und vor allem: "Malta Public Transport" kennen und lieben lernen.

So begann der Tag mit einer kurzen Einweisung in das maltesische Bussystem. Nach Georges erster Erklärung muss ich allerdings so verwirrt gewirkt haben, dass er mich anstatt in den Bus zu setzen, einfach selbst mit nach Valetta, dem heutigen Ziel, genommen hat. Dort ging es dann in Runde 2 der Erklärung zu Bussen und ihrer Logik, nach der ich dann aber tatsächlich schnell begriffen habe, dass Busfahren auf Malta nicht das Problem sein sollte:

Busfahren auf Malta - How to part 1?

Steig C3 des Busbahnhofs Valetta. Damit man sich zurecht findet, zeigt eine Übersicht genau, wo welche Linie abfährt. Vor jeder Haltestelle gibt es übrigens kleine Pavillons. Very careful :)

Meine erste Buserfahrung heute bestätigt absolut, was ich im vorhinein über das Postive der "Malta Public Transport" gehört habe:

Der Großteil der Busse ist recht neu, natürlich barrierefrei und vollklimatisiert! Die Klimaanlagen funktionieren so gut, dass es fast schon zu gut gemeint ist... Die nötigen Tickets gibt es nicht umständlich beim Fahrer zu kaufen, sondern nur in Buszentren auf der Insel, was das ganze tatsächlich reibungsloser macht! Denn wer hasst es nicht, mit dem Busfahrer über das günstigste Busticket zu diskutieren, während der gesamte Bus zuhört und genervt ist???

Daher hat George mich netterweise schon mit einem 7-Tage-Ticket augestattet. Dieses ist für alle Busse auf der gesamten Insel und sogar am Wochenende und nachts gültig. Mit 21 € erscheint es vielleicht ein wenig teuer, doch es lohnt sich, denn man fährt auf Malta tatsächlich viel Bus^^ Und unter diesen Bedingungen ist das noch nicht einmal schlimm. ;) 
Die Busfahrer machen ihr Bestes aus dem Chaosverkehr, denn so richtig ausgebaute Hauptverkehrsadern, wie bei uns Bundesstraßen oder Autobahnen, gibt es hier nur in kleineren Dimensionen und relativ selten.
Daher gilt: immer schön hupen, wenn´s zu langsam geht und saftig um die Kurven brettern. Denn wer bremst, verliert! :D #malteseracingteam

Die Buslinien der Nummern 1-100 verbinden dabei Valetta mit anderen Städten. Buslinien mit höherer Nummerierung fahren die Orte untereinander an. Das sorgt tatsächlich für einen guten Überblick, denn gerade von Attard aus, gibt es wenig gute Direktverbindungen... Außerdem gibt es reine Direktlinien (zum Flughafen) und Nachtbusse.

Wer mitfahren will, muss übrigens die Hand raushalten oder sich sonst irgendwie bemerkbar machen. Denn wer sich nicht zuckt, der bleibt zurück!

Zurück zum Eigentlichen: Valetta, die Hauptstadt - Der erste Eindruck

Zur richtigen Einstimmung auf Valetta, hier ein Zitat von George: "You simply can´t get lost in Valetta". And he is damn right. Valetta ist mit seinen gerade mal 5000 Einwohnern die kleinste Hauptstadt Europas und wirklich nicht dazu gemacht, sich zu verirren. Da Valetta auf einer Art Halbinsel liegt, kann es passieren, dass man an einer Kreuzung steht und bei 3 von 4 möglichen Straßen das blaue Wasser am Ende sieht.

Wenn man die Republic Street hinunter läuft, kommt man unweigerlich, auch wenn man vorher links oder rechts abbiegt, ans Wasser. Man kann immer wieder in eine neue Gasse schlendern, sieht viele süße Cafés und vor allem sehr viele Einheimische. Wahrscheinlich liegt es daran, dass September nicht mehr der Hauptferienzeitpunkt ist, aber auch wenn es mehr Touristen wären, die sich in den Gassen rumtreiben, so bleibt Valetta komplett authentisch. Natürlich gibt es einige Geschäfte nur der Touristen wegen, doch es hält sich alles in Grenzen. Große Ketten, wie Zara und H&M, findet man gar nicht, stattdessen viele Läden, die die Einheimischen benötigen, Alltägliches anbieten oder Dienstleister sind. So ist nichts touristisch überladen, alles in verhältnismäßiger Größe vorzufinden und sollte keinen abschrecken, der touristische Zentren sonst lieber meidet!

Was tatsächlich jeder Touri unweigerlich entdecken wird, sieht so aus:

Noch vor der Stadt warten einige Pferdekutschen, die kleine Rundfahrten anbieten. Außerdem viele kleine Kiosks, wo man nicht nur günstig Wasser, sondern auch die Buscards kaufen kann! Insidertipp, denn am offiziellen Schalter staut es sich!Sicht vom Upper Barakka Garden - auch wenn man ihn nicht sucht, man wird den Aussichtspunkt auf jeden Fall finden - und lieben!   Der britische Einfluss lässt sich nicht verleugnen!Streets of Valetta

 

Fazit: Valetta ist für normale Urlauber sehenswert, aber wohl in einem guten halben bis ganzen Tag zu erkunden. Ich werde definitiv noch einmal nach Valetta fahren!

See you, Sophie

Dienstag, 13.09.2016

You see me at the seaside - My Workplace in Buggiba - Tag 3

Heute durfte ich kurz bei meinem "workplace" vorbeischauen, um alles notwendige Organisatorische zu klären. Wo genau ich bin und was ich dort machen werde, kommt später mal genauer^^

Denn zuerst sollte ich dafür mit der Arbeit anfangen...
George und ich sind heute um halb 11 aufgebrochen und haben für gerade einmal 7 km Entfernung eine halbe Stunde gebraucht. Tja, hier muss man wohl Zeit mitbringen... Doch das ist auch allgemein bekannt, weshalb ich in Zukunft erst um 9 Uhr zur Arbeit erscheinen soll. In der Sommersaison, das heißt von Mai bis einschließlich September, wird zudem nur verkürzt gearbeitet. Das bedeutet Feierabend um 14 Uhr mit anschließendem Baden :D Und Buggiba bietet zum Glück ein paar Bademöglichkeiten. Man darf allerdings keinen Sandstrand erwarten. Doch auch von Felsen, Stegen oder Betonplateaus kann man gut ins Wasser gehen und dies bei 27 Grad Wassertemperatur auch sehr genießen :)

Buggiba befindet sich im Norden von Malta und bietet neben vielen Restaurants und kleinen Shops das Malta National Aquarium, dem ich vielleicht auch mal einen Besuch abstatten werde.

Das Malta National AquariumEntweder man geht so ins Wasser......oder über eher felsige KüsteQawra BeachMit so einer Aussicht gab es einen kleinen Mittagssnack, bevor ich noch eine Runde schwimmen gegangen bin ^^

Das sieht doch schon mal vielversprechend aus oder nicht?

So viel erst mal zu meinen ersten Eindrücken zu dem Ort, in dem ich die nächsten Wochen arbeiten werde.

Bevor ich ein wenig durch Buggiba schlendern und (sonnen-)baden gehen konnte, habe ich meinen Chef auf Zeit kennengelernt.  George (ein offensichtlich sehr beliebter Name hier...) ist Executive Secretary von dem nördlichsten der 5 Regierungsbezirke auf Malta. Wie genau seine Arbeit aussieht und was seine Aufgaben sind, werde ich in den nächsten Wochen erfahren, doch das Büro ist sehr modern, klimatisiert und George ein sehr offener, herzlicher und interessanter Mensch. Seine Leidenschaft ist nämlich fotografieren, sodass es nicht lange gedauert hat, bis er mich fragte, ob er auch mich fotografieren darf. Porträts sind nämlich sein Spezialgebiet.... Ob das was wird? Werden wir sehen...

Doch grundsätzlich habe ich erstmal erfahren, dass ich erst am Donnerstag anfange zu arbeiten, denn morgen findet das sogenannte "Tribunal" statt. Eine Art Beschwerdetag über Strafzettel zu Ordnungswidrigkeiten, bei dem jeder Bürger des Bezirkes Widerspruch einlegen kann und dies vor einer Art Richter verhandelt wird. Da dies 2 Mal im Monat statt findet, werde ich das wohl auch mal erleben.

Die Rückfahrt von Buggiba nach Attard ist mit der Linie 186 wirklich gut, kann bei viel Verkehr aber bis zu einer dreiviertel Stunde dauern. Durch Mosta fährt der Bus auf einer sehr belebten Straße, bei der manchmal so gut wie nichts voran geht.

Heute Abend gab es übrigens das dritte Mal Nudeln mit Pesto in Folge. Wenigstens habe ich zwei verschiedene Sorten.... Irgendwie muss ich da noch Schwung reinbringen!

See you, Sophie

 

Mittwoch, 14.09.2016

BEACHDAY at the Golden Beach - Tag 4

The Golden BeachHallo!

(Irgendwie komisch, dass ich noch nicht weiß, was "Hallo" auf maltesisch heißt, doch wirklich jeder kann hier Englisch.)

Heute hatte ich den ganzen Tag zu meiner freien Verfügung. Den wollte ich natürlich dazu nutzen, um mal von einem Sandstrand aus, baden zu gehen. Gesagt, getan. Um kurz nach 10 stand ich dann an der Bushaltestelle, von der ich zunächst nach Mosta fahren musste, um dort den richtigen Bus nach Ghain Tuffeiha, also zum Golden Beach, zu nehmen. Da ich den Busplan nicht kannte, aber die Busse hier allgemein jede halbe Stunde fahren, musste ich natürlich exakt eine halbe Stunde warten, denn ich hatte den passenden offensichtlich knapp verpasst. Da eine halbe Stunde Warten an sich schon nicht schön ist ist ja bekannt, aber ich bin fast geschmolzen, obwohl es erst Zehn Uhr morgens war. Die Sonne brennt hier noch wie bei uns im allerbesten Hochsommer. Daher habe ich bereits gestern folgsam den Rat von George befolgt und sofort einen höheren Sonnenschutz und vor allem: einen Sonnenhut gekauft, der seit dem mein treuer Begleiter ist! Denn George meinte, dass hier schon einige Strandbesuche von Praktikanten im Krankenhaus geendet sind. So interessant ein Krankenhaus in Malta vielleicht auch sein mag - muss ich nicht unbedingt haben. Also lieber den Hut auf, dafür keinen Sonnenstich.

Die Fahrt nach Mosta dauerte nur eine Viertelstunde und zu meiner Überraschung sollte auch gleich der Bus zum Golden Beach kommen. Doch er kam nicht. Erst der nächste laut Plan brachte mich dann in einer sehr interessanten Route zum Ziel.

Dort angekommen, erinnerte ich mich an meinen Reiseführer, der eine nicht so überlaufene Bucht als  Geheimtipp anpries. Denn die erste Bucht, die die meisten Touristen ansteuern, ist von der Luxushotelkette "Radisson" bebaut. Die andere Bucht jedoch ist vollkommen unbebaut und nur durch eine Treppe zu erreichen.
Wirklich sympathisch dabei ist, dass es einen süßen Strandkiosk/Bistro gibt und einen Liegestuhl- und Sonnenschirmservice. Es ist also gerade so sehr tourstisch, wie man es sich wünscht, aber auch nicht mehr!

Bucht mit dem Radisson HotelWeg zur ersten BuchtDas HotelDie kleinere Bucht, die man über eine Treppe erreicht.Das Bistro im Hintergrund

Zudem sollte ich heute auch endlich andere Praktikanten kennenlernen. 15 Leute, alle aus Italien, wurden von George natürlich auf Italienisch begrüßt und eingewiesen. Nach gut 2 Stunden Unterweisung inklusive Fragenstellen (Italiener reden tatsächlich sehr viel) wurde dann auch ich angesprochen und direkt zum Essen eingeladen. Es soll natürlich Pasta geben! Juhuuu :D So viel also zu meinem Plan, Abwechslung zu schaffen...

Die Italiener sind auf jeden Fall sehr nett, doch nicht alle von Ihnen können gut Englisch sprechen. Doch das macht überhaupt nichts, denn so spricht man selbst ein wenig mehr!

Morgen werde ich dann zum ersten Mal arbeiten gehen und bin gespannt, wie es wird. Denn das ist dann tatsächlich der erste Tag, an dem ich dauerhaft gezwungen bin, mich in Englisch auszudrücken^^

See you, Sophie

 

Donnerstag, 15.09.2016

Der erste Arbeitstag & das maltesische Bildungssystem - Tag 5

Wie es sich für das Klischee des Deutschen gehört, wollte ich selbstverständlich pünktlich auf Arbeit ankommen. Ich ging also kurz vor Acht zur Bushaltestelle, denn der Bus sollte einige Minuten nach 8:00 Uhr kommen. Doch offensichtlich hatte der Busfahrer zu dieser Uhrzeit keine Lust oder ein anderes Problem, sodass ich schon wieder eine halbe Stunde warten musste. Mit dem Nächsten hat es dann aber geklappt, der mich 8:50 Uhr in Buggiba absetzte. Um 9 Uhr sollte ich anfangen und als es soweit war, setzte ich gerade meinen Fuß in die Tür. Klischee gerade noch so erfüllt. :D

Die Straße mit meinem Büro in Buggiba. Genauere Bilder davon kommen noch^^Dort wurde ich von den drei Mitarbeiterinnen herzlich begrüßt und durch das Büro geführt. Dabei haben sie schon darüber diskutiert, wem ich denn zuerst helfen soll. Doch vor allem wurde betont, dass ich relaxt bleiben solle, denn das seien hier alle. So kann ich früh erst einmal eine halbe Stunde "ankommen", bevor ich mit der Arbeit dann endlich mal beginne...

Meine erste Aufgabe des Tages war es, Aktenzeichen in das System einzugeben und dort Uhrzeit und Datum des dafür vorgesehenen "Tribunals" auf den Systemausdruck zu schreiben.
Es handelte sich dabei immer um begangene (Park-) Ordnungswidrigkeiten der Malteser, aber auch der Touristen, die ein Leihauto gemietet haben. Bei jedem Aktenzeichen kann nachgelesen werden, wer wann die Ordnungswidrigkeit begangen hat und worum es sich handelt. So zum Beispiel: Fahren mit dem Handy am Steuer, Anweisungen eines Polizisten nicht befolgt, innerhalb des Kreuzungsbereiches geparkt, in einem Halteverbot geparkt, usw.
Ich würde dabei aber wirklich gerne mal wissen, wie viele Parksünder auf Malta wirklich erwischt werden. Denn Parken ist hier (wie man sich vorstellen kann) wirklich eine Herausforderung...
Erst gestern hat so ein "Tribunal" stattgefunden, bei dem sich dann jeder aus der Sache rausreden wollte nehme ich an^^

Als nächstes sollte ich der Mitarbeiterin (Mandy) am Empfang helfen und bestimmte Daten in das System eintragen. Doch gleichzeitig kamen viele Leute, die zu einem heutigen Tribunal eingeladen wurden. Aber heute aus einem interessanteren Anlass als Ordnungswidrigkeiten! Denn es waren Leute vorgeladen, deren Kinder in der Schule mehr als einmal unentschuldigt gefehlt haben.

Das Thema Schul-/Bildungssystem auf Malta hatte ich zuvor schon mit einer anderen Mitarbeiterin (Anita) besprochen. Sie hat nämlich zwei Söhne, 5 und 16 Jahre alt, was in Malta für beide einen schulischen Neustart bedeutet. Der Jüngste wird damit nämlich eingeschult und besucht bis er 11 Jahre alt ist die Grundschule. Danach beginnt die weiterführende Schule, die der ältere Sohn dieses Jahr mit Prüfungen abgeschlossen hat. Nun will er die zweijährige Sekundarschule besuchen, die er dann mit den A-levels (Malta orientiert sich dabei sehr am britischen Vorbild) abschließen wird. Er hat damit dann die nötige Qualifikation für ein Studium an der Uni.

Soweit ist das noch nicht wirklich aufregend, doch auf Malta gibt es drei Arten von Schulen. Die staatlichen natürlich, in denen der Großteil auf maltesisch unterrichtet wird, kirchliche Schulen, die den gesamten Unterricht auf Englisch bestreiten und natürlich Privatschulen.

Der ältere Sohn besucht die kirchliche Schule, die nur Schüler mit hervorragenden Noten aufnimmt, da die Plätze natürlich limitiert sind. Und die natürlich, wie man schon vermutet, kostenpflichtig ist.
Wenn er allerdings auf eine staatliche Schule gegangen wäre, würde er vom Staat ein kleines Taschengeld bekommen! Denn Bildung ist in Malta nicht nur kostenlos, sondern wird auch noch vergütet. Es herrscht zwar allgemeine Schulpflicht und die wird bei Missachtung durch das oben genannte "Tribunal" auch geahndet, doch durch das Taschengeld wird ein zusätzlicher Anreiz geschafft. Dazu kommt, dass staatlichen Schülern das Busticket bezahlt wird. Selbst getragen werden nur die Kosten für die Schuluniform, die hier ganz nach dem britischen Vorbild für jeden Pflicht ist, und etwaige Arbeitshefte.

Auf der kirchlichen Schule jedoch muss alles bis auf die nötigen Schulbücher von den Eltern gezahlt werden. Ob es Chancen auf Stipendien gibt, weiß ich nicht und auch nicht, wie hoch die finanzielle Belastung im Monat ist. Ich werde das aber noch in Erfahrung bringen^^

Interessant ist außerdem, dass der jüngste Sohn nur Englisch spricht und es verweigert, maltesisch zu lernen, obwohl die Eltern mit ihm nur auf maltesisch sprechen. Er antwortet stets in Englisch. Der Ältere liebt Italienisch und kann es, wie auch Englisch, fließend. Malteser sind dadurch, dass Englisch Amtssprache ist, sowieso schon offen eine Sprache zu lernen, sodass es nicht schwer fällt, noch eine weitere zu können. Denn laut meinem Betreuer können gut 70% der Maltester fließend italienisch sprechen und der Rest ist in der Lage, es zu verstehen!

Man kann also erahnen, wie beliebt maltesisch unter jüngeren Leuten ist. Anita war dabei anzumerken, wie kritisch sie es sieht, dass der gesamte Unterricht des Sohnes und jede Schularbeit, Projekt etc. auf Englisch erledigt wird. Denn sie ist sehr stolz darauf, dass so ein kleines Land eine eigene Sprache besitzt.

Ach ja. Den Eltern war die Scham beim heutigen Tribunal teilweise wirklich anzusehen. Denn sie werden in Malta persönlich dafür verantwortlich gemacht, wenn ihr Kind unentschuldigt in der Schule fehlt. Im Tribunal ist zudem ein Sozialarbeiter anwesend, der wahrscheinlich noch mal eindringlich erläutert, wie wichtig Schulbildung und Disziplin ist....

Um kurz nach 12 durfte ich dann für eine halbe Stunde Mittagspause machen. Die Mitarbeiter selbst machen nicht wirklich eine Pause mittags. Gegessen werden kann die ganze Zeit...

Eine Art Bäckerei in Malta, die besonders viel mit Blätterteig herstellt und viel Herzhaftes verkauft.Buggiba - auf dem Weg zum SquareDer Square, also Hauptplatz, in Buggiba

Als ich wiederkam, wurde ich aber zu meiner Überraschung schon in den Feierabend entlassen :D Wenn ich will, meinte Mandy.... Natürlich wollte ich! Ich habe also sofort den nächsten Strand gesucht, um meine Hautfarbe der der Einheimischen anzupassen ;)
Heute war ich an einem Kiesstrand direkt an der Promenade von Buggiba. Das Wasser erreicht man über einen Steg und man kann gut schwimmen, da es sofort recht tief wird.

Die Küste dort mit sehr vielen BadestellenHeute mal an einem Kiesstrand. Bis jetzt am besten würde ich sagen ^^

Alles in allem war der erste Arbeitstag also wirklich interessant und seeehr entspannt. Die Kolleginnen sind wirklich wirklich nett und unterhalten sich gerne mit mir. Besonders freue ich mich, dass meine Hilfe wirklich gebraucht und auch geschätzt wird. So ist zumindest mein erster Eindruck. :)

See you, Sophie

  

Freitag, 16.09.2016

Endlich Wochenende! Tag 6

Also nach dieser anstrengenden Woche bin ich wirklich froh, dass jetzt das Wochenende beginnt!

Heute am Strand (die Italiener haben sich übrigens Sonnenschirme gegönnt. Ich bin brauner als die meisten von ihnen :D)Der zweite Arbeitstag

....ging genau von 9 Uhr bis 10:15 Uhr. o.O Ein Traum würde ich sagen. Doch meine Verwunderung war wirklich groß und kurz plagte mich auch mein Gewissen und mein Arbeitssinn, doch auch als ich nochmals nachgefragt habe, ob ich denn wirklich gehen könne, ob es denn wirklich in Ordnung wäre, durfte ich gehen.

In der guten Stunde, in der ich tatsächlich gearbeitet habe, musste ich zwei verschiedene Arten von Dokumenten zusammentackern. So simpel und langweilig das auch klingen mag - Ansonsten müsste das ein normaler Angestellter machen.

Tatsächlich wäre die Aufgabe recht langwierig gewesen, denn es waren mehrere Stapel in 3 oder 4 Kisten, die so bearbeitet werden mussten, doch dann kam Mandy und entließ mich ins Wochenende. Der Chef sei schließlich auch schon weg.....

Ob das normal ist und wie viel tatsächlich über einen längeren Zeitraum gearbeitet wird, werde ich wohl erst am Ende des Praktikums sagen können^^

Zunächst habe ich mich also gefreut, aber es kann auch langweilig werden, wenn man stundenlang am Strand liegt! (Jaaaa, klingt nach Luxusproblem...) Irgendwie habe ich aus Deutschland kein Buch oder sonst irgendwas mitgebracht außer den Reiseführer, den ich erst am Flughafen gekauft habe. Den habe ich mittlerweile fast durch und es wird einfach nicht spannender! ;D

Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem Buchladen oder Ähnlichem gemacht. Das sollte ja eigentlich in jeder Stadt zu finden sein, vor allem da in Buggiba wirklich viele Touristen sind, die doch wohl mal ein Buch kaufen wollen. Doch dem ist offensichtlich nicht so.
Ich musste also 3 mal nachfragen, googlen und die Promenade auf und ab laufen, um dann mal eine Person zu treffen, die wusste, wo man ein Buch kaufen kann! In einem der gefühlten 500 Souvenirläden, hätte ich zwar die Möglichkeit gehabt, eine Vogue von August letzten Jahres zu kaufen, doch da war mir dann doch nicht so nach^^

Nach einer guten Stunde bin ich dann fündig geworden. Die Ironie an der Sache: Der Buchladen liegt an der Straße, die ich nehmen muss, um zur Arbeit zu kommen -_- Doch früh um 9 Uhr haben die meisten Läden (zumindest die touristischen in Buggiba) noch nicht offen. Denn wenn die Geschäfte nicht geöffnet sind, vermutet man nicht, dass dort tatsächlich etwas verkauft wird.

Da die Italiener heute auch endlich mal baden gehen wollte und Buggiba dafür von Attard am besten zu erreichen ist, haben wir uns nachmittags noch am Strand getroffen. So nett sie auch sein mögen, doch irgendwie führen sie andauernd Diskussionen. Zumindest hört es sich wegen der Lautstärke so an :D
Heute Abend werden wir wieder zusammen essen und danach soll es nach Paceville, der Partystadt auf Malta, gehen.
Die Italiener bleiben übrigens für 3 Monate und arbeiten zum Beispiel in Shops, Restaurants, Museen oder dem Justizministerium!

Während ich das hier schreibe, werde ich gerade fast vom Balkon geweht, weil der Wind heute super stark ist! Und das obwohl ich hier im absoluten Inland bin. Aber naja... die nächstgelegene Küste ist hier ja auch nur 8 km weg :D

Straße in AttardDer kleine Supermarkt um die Ecke, in dem ich immer einkaufen gehe.Wohl der Gegenspieler der Suicide Squad :D

See you, Sophie

p.s Es freut mich wirklich, dass du meine Beiträge liest! ...und auch bis zum Ende durchhältst :D

Samstag, 17.09.2016

Umzug in ein neues Apartment - Tag 7

Hallo :)

Gestern Abend habe ich wieder mit den Italienern zu Abend gegessen. Ihnen fällt einkaufen hier definitv nicht schwer, denn hier gibt es so viele Produkte aus Italien! Zum Thema einkaufen werde ich auch noch was schreiben^^

Die Gruppe ist wirklich nett, aber unterhält sich natürlich komplett auf italienisch.... Ab und zu sage ich auch etwas, doch tatsächlich kann man keine Unterhaltung führen. Es ist noch nicht mal schade, dass hier keine Deutschen sind, sondern eher, dass NUR Italiener in meinem Haus leben. Wären nämlich wirklich mehrere Nationen vertreten, müsste man sich natürlich auf Englisch verständigen...

Gestern hatte ich George gebeten, mir eine weitere Buskarte zu besorgen, denn für die sechs Wochen die ich hier bin, muss ich jede Woche die Touristenkarte (für 21 €) kaufen anstatt einer Dauerkarte, die man (bei George) erst bei ein paar Monaten Aufenthalt bekommt.
Er kam also heute um Zehn Uhr und meinte gleich, dass ich dieses Wochenende in das eigentliche Apartment umziehen muss.
Das Neue ist weeesentlich größer als das andere, besitzt natürlich keinen so schönen großen Balkon und sieht so aus:

Von der Eingangstür aus gesehenZimmer 1Zimmer 2 - mit eigenem Bad!Das kleine Das eigentliche BadZimmer 3

Hier werde ich die nächsten fünf Wochen nun tatsächlich wohnen. Bis zum nächsten Wochenende noch alleine, dann mit 3 oder 4 Deutschen. Das andere Apartment, meinte George, hat er extra für mich angemietet, weil er mich in seiner Planung irgendwie nicht auf dem Schirm hatte^^
Für mich alleine war die kleinere Wohnung aber wesentlich angenehmer, denn alleine hier zu sein, ist irgendwie komisch. Doch ich will nicht jammern^^Alles ist sehr modern und groß. ;) Außerdem funktioniert das W-Lan hier wunderbar und einen Fernseher gibt es auch. Der bringt aber natürlich nur maltesische und italienische Sender und die britischen/amerikanischen News-Kanäle...

Da heute wirklich kein gutes Wetter hier war (das heißt es war bewölkt ^^) und ich irgendwie lieber zuhause bleiben wollte, habe ich das getan. Ansonsten bin ich "umgezogen" und war mal wieder einkaufen.
Ach ja! Es hat heute geregnet!!!!! Es sah ja gestern schon nach Gewitter aus, doch das habe ich wohl nach deutschen Wetterverhältnissen gewertet^^. Denn tatsächlich hat es nur etwa 10 Minuten getröpfelt ^^ Aber immerhin :D

See you, Sophie

 

Sonntag, 18.09.2016

Sonntagsausflug nach Mdina / Valetta / Fazit Woche 1 / Tag 8


Nachdem ich gestern ein wenig länger mit den Italienern den Abend verbracht habe, bin ich dementsprechend heute erst spät aus dem Knick gekommen. Gegen eins und einigen Versuchen, mich mit den Italienern zu treffen, die aber minütlich ihre Meinung ändern, bin ich nach Mdina aufgebrochen. Die "Alte Stadt Mdina" ist nur 2 km von hier entfernt und befindet sich auf einer Anhöhe. So kann man sie wirklich schon von Weitem gut sehen.

Mit dem Bus braucht man lediglich nur 10 Minuten (ok- für 2 km recht viel) und man braucht sich wirklich keine Gedanken vorher machen, welchen Bus man braucht.. Ich hab intensiv in meine Karte geschaut, gegoogelt und stand im Endeffekt an der Bushaltestelle, um einfach in irgendeinen einzusteigen, da (von dieser Haltestelle) irgendwie jeder Bus dahin fährt :D Es ist wirklich entspannt hier ... Man kann einfach nicht verloren gehen. Auch wenn man es will :D

Die Stadt ist ein abgeschlossener Komplex umschlossen von einer Stadtmauer (es ist die frühere Hauptstadt), von der man einen wirklich tollen Ausblick auf das Meer hat!
Eigentlich brauche ich nicht viel zu Mdina erklären, seht selbst:

Das Main Gate Es musste natürlich auch ein Eis her ;)Das war die Aussicht - Man kann das Meer sehen!!!Hier auch mal ich. Schon ein wenig braun geworden ;)

Obwohl es heute wirklich warm war (über 30 Grad), kam mir das in Mdina nicht so vor. In einer so engen Stadt mit kleinen Gassen und einer Mauer drumherum ist das wirklich erstaunlich. Aber durch die engen Gassen ist es sehr schattig und somit heizt es sich nicht so auf.
Mdina ist wirklich klein - nach 1,5 h Schlendern hat man wohl alles gesehen. Doch es ist total schön, durch die Gassen zu gehen, die Souvenirgeschäfte anzuschauen und natürlich mit einem Eis in der Hand auf das Meer zu sehen. Alles wirkt total unbelebt, wie eine Filmstadt. Nur die Touristen füllen die Stadt, die nur für die Anwohner mit Autos befahren werden darf. Vielleicht hätte ich Mdina deshalb lieber unter der Woche besuchen sollen, doch für einen Sonntag war das wirklich ein schöner Ausflug :)

Wieder im Apartment haben sich auch die Italiener auf einen Plan geeinigt. Ich werde hier übrigens dafür aufgezogen, dass ich als "the german girl" immer nach einem Plan frage. Italiener halten nichts von Plänen.
Wir sind also nach Valetta gefahren, zu den Upper Barakka Gardens geschlendert (die Mädels mussten natürlich auch ein wenig shoppen), haben Fotos gemacht und Abends noch in Sliema gegessen.

So langsam gewöhne ich mich an die Dauer-Gespräche auf Italienisch. Denn alle sind wirklich herzlich und haben mich in ihre mittlerweile 14-Mann starke Truppe aufgenommen.

Ein schöner, entspannter Sonntag also :)

FAZIT WOCHE 1

Nach der ersten Woche hier auf Malta, bin ich wirklich gut angekommen und finde mich schon recht gut zurecht. Durch die Italiener bin ich nicht alleine hier und hab gleichzeitig noch den Vorteil, Englisch sprechen zu MÜSSEN. Denn Deutsch kann hier nicht wirklich jemand..
Mein Englisch ist vom Vokabular her nicht außerordentlich besser geworden, aber ich habe weniger Hemmungen, überhaupt etwas in Englisch zu sagen. Viele Vokabeln sind in den vielen Jahren Englisch-Unterricht ja hängen geblieben und müssen nur hervor gekramt werden... Doch ich will defintiv sicherer in üblichen Satzkonstruktionen werden und natürlich mehr Vokabeln wissen. Allerdings ist das weniger möglich, wenn ich mit den Italiener oder später sogar mit den Deutschen spreche. Auch auf Arbeit habe ich bisher nur sprechen müssen, wenn es von mir aus kam.

Doch heute hat mich ein älterer Mann angesprochen, der unsere Truppe offenbar bemerkt hat (ist nicht schwer bei der Gesprächslautstärke) und ich konnte sofort in ein Gespräch einsteigen, was ich vor einer Woche noch nicht so locker gekonnt hätte.

Daher: Ich freue mich auf die nächsten Wochen hier :)

See you, Sophie

Dienstag, 20.09.2016

Maltesischer Mobilfunk - Mosta - Tag 9 und Tag 10

Hallo :)

Gestern, bzw. schon seit längerem, hatte ich mir vorgenommen, eine maltesische SIM-Karte zu kaufen. Dauerhaft eine Option aus Deutschland zu buchen ist recht umständlich und hätte 5 € für wenige Hundert MB gekostet.
Meine italienischen Freunde hatten zu meiner Überraschung bereits welche, obwohl sie nach mir gekommen waren. Aber Internet ist ungefähr genauso wichtig wie Pizza :D

Kaufen kann man solche Karten in vielen Läden, aber man sollte es tatsächlich in einem "GO-Mobile"-Shop machen. Das ist mein gestriger Schluss aus der Tortour, diese Karte und vor allem die richtige zu kaufen!

Es hat mich nämlich 2 h gekostet und vor allem Nerven, die richtige Karte und einer Option zur Internetnutzung, zu besorgen. -_-

Mein Tipp: Sofort einen GO-Mobile-Store ansteuern, denn dort hat man wirklich Ahnung und zahlt nicht zu viel. So wie ich, die das ganze in einem Schreibwarenladen gekauft hat, mit zwar recht netten Verkäuferinnen, die aber null Ahnung von der Sache hatte. Weshalb ich zuerst eine normale SIM-Karte hatte, dann eine Micro-SIM und als ich dann merkte, dass ich ja einen Nano-SIM-Schlitz habe, konnten sie mir auch nicht mehr weiterhelfen.

Ich muss zugeben, es lag auch ein wenig an mir, aber in einem richtigen Shop, hätte ich für einen Monat und 1 GB Datenvolumen nur 10 € zahlen müssen. So habe ich 20 € bezahlt, obwohl 1 GB irgendwie dann doch nur 8 € kosten.

Bevor ich das alles hinbekommen musste (und das noch auf Englisch), war ich nach der Arbeit in Buggiba an der Küste. Seit dem Wochenende ist es total stürmisch, sodass man nicht ins Wasser gehen kann. Grundsätzlich ist es früh und abends schon recht kühl, aber  tagsüber sind ja trotzdem um die 26 Grad. Man darf also nicht jammern..

Gestern in Buggiba

Am Abend gab´s dann Pizza bei den Italienern, die natürlich bessere machen könnten, wenn sie es wollen würden.

Heute wollte ich auf dem Rückweg nach Hause in Mosta aussteigen, um Fotos von der Kuppel-Kirche zu machen, die wirklich riesig ist und man schon von Weitem sehen kann.

Mosta

See you, Sophie

Mittwoch, 21.09.2016

Feiern gehen in Paceville - Unabhängigkeitstag - Tag 11

Da heute wie schon gesagt ein Feiertag ist, der Unabhängigkeitstag, konnten wir gestern Abend ausgehen. Los ging es halb 12 mit dem Taxi. 5 € für Hin-und Rückfahrt - kann man nicht meckern.

Paceville ist eine Stadt im Osten der Insel, die als Partymeile natürlich sehr beliebt ist. Und das ist  wirklich verständlich. Ein Club reiht sich an den anderen, die Größen sind ausreichend und das Beste: Es kostet keinen Eintritt!

Die Italiener waren natürlich gut dabei, aber auch ohne Alkohol sind die einfach gut drauf. Und ihr Englisch wurde nebenbei auch noch besser :D

Der Alkohol ist durch viele "Sonderangebote" wirklich günstig und obwohl es der Abend vor einem freien Tag war, war es nicht überfüllt, sondern einfach nur gut besucht.

Kannn mal also durchaus noch mal machen.

Da wir heute natürlich nicht so richtig aus dem Knick gekommen sind, und und es ziemlich umkompliziert ist, stand mal wieder Valetta auf dem Plan. Wir waren in Lower Barrakka Gardens und sind, obwohl wir es gar nicht wollten fast komplett um die Stadt gegangen.

Stephan und Umar

So richtig gefeiert wird der Unabhängigkeitstag aber nicht so wirklich. Ich hatte eine Parade oder ähnliches, zumindest in Valetta, erwartet, doch entweder war ich schlecht informiert oder die Malteser nutzen den Tag zum Entspannen.

See you, Sophie

Freitag, 23.09.2016

Der Alltag ist wohl eingekehrt - Tag 12 und 13

Ok. Gestern war es wirklich tot langweilig auf Arbeit. Meine einzige Aufgabe bestand darin, in einem Index Ort und Straße zu finden, um dann eine Seitennummer des tatsächlichen "Nachschlagewerks" auf den Zettel mit der Adresse zu schreiben. Ich weiß wirklich nicht, warum man das nicht mit dem Computer machen kann.....
Außerdem ist es wirklich schwierig, denn die Orts- und Straßennamen klingen für mich ein wenig arabisch und die Sortierung der Orte nach der geografischen Lage blicke ich irgendwie auch nicht...

Nachmittags stand bei den Italiener dann der Großeinkauf an und auch ich musste wirklich mal meine Vorräte auffüllen.... Nachdem ich schon nichts mehr zum Frühstück im Apartment hatte (nur einen halben Salatkopf, Pesto und Cracker) und auch sonst Dinge fehlten, habe ich mich angeschlossen. Der Lidl war der auserwählte Supermarkt der Italiener und leider nicht gerade um die Ecke... 
Das sollte nach dem Einkauf zum Problem werden, da sie die Tüten keine 10 Meter tragen konnten. Da wurde halt einfach unser persönlicher Taxi Driver mit einem Van angerufen und für 2,50 € pro Person waren wir zuhause. Ich hab dabei endlich mal meinen Rucksack benutzen konnte, den ich wirklich exakt (!!!) mit meinen Einkäufen gefüllt habe, ihn dann aber irgendwie auch nicht mehr tragen konnte...

Da wir im Lidl waren, habe ich auch mal wieder "Vollkornbrötchen" kaufen können! Ich vermisse deutsche Backwaren wohl am meisten hier.... Ansonsten habe ich in den (mittlerweile schon !!) zwei Wochen mal das fotografiert:

Milch aus HollandViele deutsche Produkte werden erst gar nicht übersetztNatürlich seeeeehr viele italienische SachenKinnie

Obst und Gemüse im Supermarkt kaufen ist hier wirklich eine blöde Idee. Erstens ist die Qualität nicht sehr gut und wahrscheinlich auch teurer, als bei einem Bauern, der es von der Pritsche weg oder auf dem Markt verkauft. Doch bis jetzt hab ich, wie es der klassische Touri es eben macht, alles im Supermarkt gekauft.

Abends habe ich dann mal wieder mit den Italiener gegessen, die ich übrigens über manch komische deutsche Angewohnheit aufgeklärt und sie über ihre ausgefragt habe. So bestellt man keine 2 "Espressi", isst Spaghetti nicht schon abends um halb 7 und dann noch mit einem Löffel zur Hilfe....

Kinnie, ein maltesisches Softgetränk, schmeckt übrigens sehr interessant....Es riecht wie Vita-Cola, schmeckt erst süß und dann mega bitter. Schmeckt den Italienern hier auch nicht, ist aber sehr beliebt auf Malta.

23.09.2016 - Freitag

Die Arbeit war heute ähnlich, aber immerhin hatte ich nicht den ganzen Tag dieselbe Aufgabe. Ich denke aber, dass es nicht viel abwechslungsreicher werden wird... Dafür sind meine Arbeitszeiten aber umso zufriedenstellender, weshalb ich kurz nach 12 Uhr ins Wochenende entlassen wurde und auch mal wieder baden war. Es war in den letzten sehr windig hier, weshalb baden nicht möglich war.
Während der Arbeit habe ich mich meiner Kollegin Christina unterhalten und sie über ein wenig darüber ausgefragt, wie es hier mit dem Wohnen ist, ob sie darüber nachdenkt auszuwandern und wie es denn im Winter auf Malta ist.
Zum Thema Wetter: Bis Dezember kann man hier baden gehen und muss auch nur 2 Monate warten, bis man wieder baden gehen kann. Im Winter wird es fast nie kälter als 15 Grad und das Wasser ist im Dezember noch über 20 Grad warm! Sie findet es die Übergangsjahreszeiten über übrigens am angenehmsten. Im Sommer kann es nämlich bis zu 40 Grad warm werden, wovon die meisten dann aber nichts mitbekommen, weil sich jeder im Haus (wegen Klimaanlage) verkriecht...
Der Wohnungsmarkt ist hier (logischerweise) sehr umkämpft und recht teuer meinte sie (eine Zwei-Zimmer-Wohnung für 120.000 €) und auswandern will sie vielleicht erst, wenn sie Rentner ist. Eigene und fremde Auswanderer sind hier sehr üblich. Viele gehen nach GB und viele zieht es von dort auf die Mittelmeerinsel. Wettertechnisch schon sehr clever..

Ansonsten habe ich heute mein Apartment mal wieder auf Vordermann gebracht, denn am Sonntag und Montag kommen die anderen deutschen Mädels. Sie werden von den Jungs hier übrigens schon sehnlichst erwartet. Das Liebeskarausel dreht sich hier sehr schnell, weshalb "Frischfleisch" notwendig geworden ist..

Heute Abend geht es nach Gzira, weil dort eine andere Gruppe Italiener angekommen ist. Mittlerweile bilde ich mir schon ein, den Gesprächen folgen zu können, denn ich höre fast mehr italienisch als englisch.

Morgen werde ich wohl mal in den Süden Maltas fahren. :)

See you, Sophie

Samstag, 24.09.2016

Tag 14 - Sliema

Valettas Panorama von Sliema aus

Da es heute ein wenig "verregnet" war, das heißt bewölkt, schwül und ein wenig nass, bin ich doch nicht nach Dingli zu den Steilküsten oder in den Süden, sondern nach Sliema gefahren.
Weil ich dachte, man könnte wegen dem Wetter keine schönen Bilder machen, habe ich meine Kamera zuhause gelassen, was natürlich blöd war. Das Wetter klart zum Nachmittag hin eigentlich immer auf und gerade heute war dort in der Nähe eine Air-Show, die man in Sliema teilweise auch noch sehen könnte. Ärgerlich!!

Das Wetter ist dann mittlerweile auch besser geworden, sodass es wirklich angenehm war. Ansonsten ist die Hitze ist hier offenbar vorbei, aber bei 25 Grad kann man es ja auch noch gut aushalten.

Von Sliema aus kann man das Panorama von Valetta sehen. Außerdem sind hier viele bekannte Marken vertreten, sodass Sliema voll mit (gut betuchten) Touristen ist. In Valetta sind größere Geschäfte übrigens nicht, da wahrscheinlich die Ladeflächen zu klein sind und dort strengere Richtlinien (Schaufenster, Werbung, Schilder) eingehalten müssen.
Sliema ist dadurch ziemlich touristisch, hat viele Hotelhochhäuser und Restaurants, aber auch einen sehr schönen Strand mit Becken vor dem offenen Meer.
Heute hatte ich mal keine Lust auf die große Truppe Italiener, wollte aber auch nichts alleine machen, weshalb ich mit Steph unterwegs war.

Morgen werde ich dann aber Gesellschaft hier im Apartment bekommen, da der erste Schwung Deutscher anreist. Das Apartment ist bereits von meinem Zeug überall beräumt und ein wenig eingekauft habe ich auch. Ich bin wirklich gespannt, wie sie drauf sind und ob wir es einen Monat gut zusammen aushalten können. Groß genug müsste hier alles sein, aber 6 Mädels und 2 Bäder könnte zum Problem werden...

Der Strand in Sliema(Luxus)-Shopping geht anscheinend am besten in Sliema

Heute Abend geht es noch nach Paceville, diesmal auch mit den neu angereisten Italienern, die jetzt mittlerweile insgesamt schon 24 sind!! Allerdings ist nicht immer jeder bei allem dabei..

See you, Sophie

Montag, 26.09.2016

2 Wochen sind rum - Tag 15 - 17

2 Wochen sind rum, das bedeutet ein Drittel ist nun schon vorbei. Ich bin froh, dass ich insgesamt 6 Wochen da bin und nicht wie ich erst wollte nur einen Monat. Ich wohl tatsächlich mehr als eine Woche gebraucht, um mich hier einzuleben und tatsächlich zu begreifen, was ich hier mache und es nicht nur als "Urlaub" begreife.

Samstagabend

Eine kleinere Gruppe, diesmal auch mit ein paar Italienern der neuen Gruppe in Gzira, und ich waren wieder in Paceville. Die Jungs hatten (bei Tageslicht!) eine Bar ausfindig gemacht, die 74 Shots für 22 € anpries, die wir dann natürlich über eine halbe Stunde gesucht haben uns dann aber mit dem Angebot von 60 Shots für 20 € zufrieden geben mussten. Alkohol ist tatsächlich nicht teuer...
Allerdings war es brechend voll, für einen Samstag wohl normal, und in jedem Club kam ausschließlich Elektro/ Techno, was echt schade ist, denn bei vielen Clubs vermutet man ja verschiedene Musikrichtungen.. Am Dienstag war es das gleiche - halt nur mit Hip-Hop/ R´n´B.

60 Shots

Sonntag

Heute sollten die anderen deutschen Mädels anreisen. Nicht alle, sondern erst mal drei. George meinte zu mir sie kommen um 9 Uhr früh an, weshalb ich nach guten 3 Stunden Schlaf aufgestanden bin. Da er das aber irgendwie falsch verstanden hat und es selbst erst Sonntagfrüh gemerkt hat, habe ich mich anstatt zu warten, nach einer Stunde wieder hingelegt....

Die ersten beiden Mädels sind dann gegen Zwei Uhr angekommen, eine weitere dann gegen Vier.
Für mich fühlt es sich an, als würden Fremde plötzlich in meiner Wohnung wohnen und mich nur für kurze Zeit besuchen würden.
Ich hab dann auch gleich eine Zimmernachbarin gefunden, die echt entspannt ist und wir es gut zusammen aushalten werden. Da ich die erste hier war, habe ich (wahrscheinlich zum Neid aller anderen) das womöglich beste Zimmer genommen, was sie defintiv auch zu schätzen weiß :D
Wir sind dann natürlich erst mal einkaufen gegangen, sind die Bushaltestellen abgelaufen und haben alle zusammen Pasta gegessen. Und den Italienern musste ich natürlich auch erst mal Bericht erstatten..

Montag

Heute bin ich ganz normal zur Arbeit gefahren, wollte ich zumindest, aber da heute die Schule hier angefangen hat, spinnt der Verkehr hier ähnlich wie bei uns zum ersten Schnee. Vollkommen neue Situation für alle..
Zum Nachmittag hin sind dann auch die letzten beiden Mädels hier eingetroffen. Nun sind wir vollständig und werden so für die nächsten 4 Wochen zusammen wohnen.
Für mich ist das daher ungewohnt, da ich null WG-Erfahrung habe, aber auch alleine irgendwie schlecht wohnen kann.. Wird also interessant.

Fazit nach 2 Wochen

Ich glaub ich bin jetzt tatsächlich angekommen, habe mich recht gut mit einigen Italienern angefreundet, Malta gefällt mir und mein Englisch ist auch ein wenig besser geworden. Das "Problem" dabei ist, dass auf Arbeit untereinander maltesisch gesprochen wird, die Italiener ähnlich gut sprechen wie ich und ich mit den deutschen Mädels natürlich kein Englisch.

 ...

 

Dienstag, 27.09.2016

Tag 18 - Dingli Cliffs

Heute früh sag es eigentlich wettertechnisch mal wieder besser aus, sollte aber nicht lange anhalten... Gerade als ich meinen Fuß ins Büro gesetzt habe, hat es einen ziemlichen Schauer gegeben.
Als es dann aber noch besser wurde, wollten wir dann endlich mal nach Dingli, um die Steilküste zu sehen.
Dingli ist ein Dorf im Westen der Insel und von uns aus nur eine halbe Stunde entfernt. 

Hin hat es noch super mit dem Bus geklappt. Die beiden Jungs haben sich um die Busverbindung gekümmert und Pauli(ne) haben wir in Dingli dann aufgegabelt, was ein ziemlich glücklicher Zufall war. Als wir dann vollständig waren, sind wir noch ein wenig weiter an der Küste lang gefahren. Es gibt eine Buslinie, die direkt an der Küste entlang fährt, aber irgendwie komplett leer ist. Wir waren lange die einzigen Besucher und insgesamt haben wir vielleicht 25 Menschen dort gesehen. Offensichtlich ist Dingli bei den normalen Touristen nicht gerade weit oben auf der Wunschliste. Wir haben aber auf jeden Fall nicht verstanden warum.

Da wir so lange geblieben sind, konnten wir sogar den Sonnenuntergang sehen. wir sind allerdings nicht freiwillig so lange geblieben, denn eigentlich ist an der Küstenstraße aller 500 m eine Bushaltestelle, an der jede Stunde ein Bus fahren SOLLTE. Wir haben da dann ab 7 Uhr keinen Bus mehr gesehen und mussten 40 Minuten im Dunkeln zur nächsten Bushaltestelle laufen, wo dann glücklicherweise gleich ein Bus bereit stand.

Wir sind tatsächlich 6 km gelaufen...

Stephan, ich, Pauline, Umar

See you, Sophie

Mittwoch, 28.09.2016

Tag 19 - Rabat

Hallo,

da ich bisher nur in Mdina, der alten Hauptstadt von Malta, war, aber nicht in Rabat, der "jüngeren" Stadt drumherum, stand das heute auf den Programm. Ich dachte, sich Gedanken über das Wetter zu machen, bleibt mir in Malta erspart. Doch irgendwie scheine ich in meinen ersten zwei Wochen hier, die letzten richtigen Sommertage erwischt zu haben. Denn seit dem Wochenende regnet es hier irgendwie täglich. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal baden war und so richtig heiß ist es auch nicht mehr. Die vergangenen Tage habe ich eine lange Hose angehabt und sogar eine Strickjacke. Aber trotzdem wird es (wenn es nicht regnet) noch bis zu 25 Grad. Für Ende September also doch nicht so übel..

Das Thema erwähne ich deshalb, weil wir gestern in einen ziemlich heftigen Schauer geraten sind, der nach wenigen Minuten die Straßen zu richtigen Flutrinnen verwandelt hat. Wir waren davor in Rabat, haben uns den Marktplatz und die Kirche angeschaut und wollten dann wieder nach Hause als es schon angefangen hat.
Der Bus kam natürlich eeewig nicht, war dann auch noch rappelvoll und der Busfahrer meinte außerdem, die Klimaanlage anmachen zu müssen... 

Weil wir da noch nicht komplett nass waren, mussten wir das noch auf dem Weg von der Bushaltestelle zum Apartment erledigen. Wir waren klitschnass!
Anmerkung: JA, vielleicht wäre eine Regenjacke doch nicht sooo schlecht gewesen... -_-

Hier war das Wetter noch ganz gut:

Ein Süßwarenladen mit maltesischen Spezialitäten

Ansonsten mussten die Italiener mal wieder ihre notwendige Menge Pizza zu sich nehmen, weshalb mal wieder bestellt wurde. Pauli und ich haben uns natürlich angeschlossen. Wir sind nämlich von gleichen Schlag hinsichtlich unserer Fähigkeiten am Herd und überhaupt im Haushalt. Wir haben schon vom ersten Tag seit dem sie hier ist beschlossen, Koch-und Einkaufspartner zu sein, weil diese getrennte Lebensmittelwirtschaft einfach nur anstrengend ist.

See you, Sophie

Freitag, 30.09.2016

Tag 20 - In Sliema mit den deutschen Mädels

Gestern wollten wir, das heißt die deutschen Azubis hier, mal etwas zusammen unternehmen. Deshalb haben wir uns in Valetta getroffen und sind von dort aus nach Sliema gefahren.

Dort haben wir den einzigen männlichen deutschen Azubi getroffen, der nicht bei uns untergebracht ist, sondern bei Italienern in Gzira. Wir sind durch die Stadt gelaufen, haben das Panorama von Valetta betrachtet und waren natürlich auch ein wenig shoppen. Das Wetter war mal wieder nur so mittelprächtig, aber so lange es nicht regnet ist alles gut.

Da Pauli und ich Pizza und Pasta mittlerweile schon ein wenig über hatten, haben wir uns mutigerweise an Reis, Hähnchenbrust und TK-Gemüse gewagt. Nachdem Pauli beinahe eine ganze Packung Reis kochen wollte und das Hähnchen noch ein wenig tiefgefroren war, hat es am Ende echt ganz annehmbar geschmeckt!

Heute (Freitag) ist das Wetter mal wieder so, wie es sich auf einer Mittelmeerinsel gehört, aber wir schonen unsere Kräfte für heute Abend, denn da soll es mal wieder nach Paceville gehen.

Ansonsten wollte ich noch erzählen, dass ich an meinem Busstop ein Mädchen aus meinem Ort kennen gelernt habe und wir uns schon ein wenig unterhalten haben. Sie hat dieses Jahr die Schule beendet, war in der Zwischenzeit arbeiten und beginnt nächste Woche das Jura-Studium. Als maltesischer Student bekommt man um die 80-90 € Unterstützung vom Staat, was natürlich nicht zum Leben reicht - aber immerhin.
Sie will auch ausziehen und überlegt aber nicht, eine Wohnung zur Miete zu nehmen, sondern sie gleich zu kaufen, was für einen deutschen Studenten wohl eher unüblich wäre. Aber hier werden recht günstige Studentenkredite angeboten. Außerdem macht es tatsächlich Sinn, wenn die Miete im Monat genauso viel kostet wie der Kredit.
Sie will allerdings gar nicht auf Malta bleiben, sondern geht für ihren Master ins Ausland, wie das hier üblich ist. Dort macht man im Anschluss ein Praktikum mit guten Chancen, auch übernommen zu werden.
Sie mag ihr Land, aber fühlt sich auch ziemlich eingeengt. Auf einer Church School geht es zu, wie man sich das auch vorstellt und bei gerade mal 5 Schulen auf Malta kann man sich vorstellen wie begrenzt es ist, neue Leute kennen zu lernen..

See you, Sophie

Samstag, 01.10.2016

Tag 21 - Parkbesuch und Paceville

Ich will ja nicht immer mit den Wetter anfangen, aber gestern gab es mal nichts zu meckern. Es war angenehm warm, sonnig, aber wir nicht in der Laune groß was zu unternehmen.

Deshalb sind wir in den "Park" von Attard gegangen. Es ist für maltesische Verhältnisse bestimmt schon ein recht großer Park, ok für deutsche auch schon ganz ok, aber unsere Vorstellung von einem Park (grün, Blumen, Bäume) ist eben hier: einzelne Sträucher, viel trockene Erde und ein Nadelwald.
Ok. Nach Ende des Sommers, in dem es hier ja null regnet, sieht der Park natürlich nicht so saftig aus.

Außerdem kann man dort noch in einen kleinen, aber recht süßen Streichelzoo gehen und in einen "Adventure-Park" für Kinder. Kann man aber auch noch mit 19 für gut befinden....

Abends sind wir dann nach einigen Verzögerungen wegen Bus oder Taxi in Paceville gewesen, wo es auch an einem Freitag ziemlich ziemlich voll war. Die Italiener sind übrigens zwar immer richtig gut aufgelegt, machen aber um 3 Uhr schon irgendwie schlapp...

See you, Sophie

Samstag, 01.10.2016

Tag 22 - ERASMUS + - Wie, wo, was?

Anmeldung/ Organisation

Da Erasmus+ "nur" ein Förderprogramm, jedoch nicht eine Institution zur Organisation und Durchführung des Praktikums ist, sollte man sich einen Projekträger/ Agentur/ Programm/ Organisation aussuchen.
Ich habe dazu folgende Seite genutzt, die euch je nach Wunschland, Art des Praktikums und Dauer einen Projektträger vorstellt:

https://www.go-ibs.de/ab-ins-ausland/deine-moeglichkeiten/waehrend-der-ausbildung/

Dort habe ich mir einen Vorschlag ausgesucht (recht wahllos muss ich zugeben), mich in einem Kontaktformular "angemeldet" und habe direkt am nächsten Tag von meiner persönlichen Betreuerin die Bestätigung bekommen.
Dann haben wir Zielland und Dauer/ Zeitpunkt geklärt, ich musste einen englischen Lebenslauf zuschicken und einen Registraturbogen ausfüllen. Dann bekam ich eine Checkliste, die alle notwendigen Schritte vor, während und nach dem Aufenthalt aufgeführt hat, sodass ich zum Beispiel die Freistellung meiner Firma und Schule einholen musste.

Nach der Unterzeichnung des Vertrages mit meinem Projektträger in Deutschland (IHK-Ostbrandenburg bzw. Azubi-Mobil), habe ich auch schon einen Teil der Unterstützungssumme erhalten und konnte meine Flüge buchen.
Meine Betreuerin hat währenddessen Kontakt zu einer Organisation auf Malta aufgenommen, die sich um einen geeigneten Praktikumsplatz, die Unterbringung und Betreuung vor Ort kümmert.

Was hat jetzt Erasmus+ damit zu tun?

Erasmus+ finanziert das Praktikum zum wesentlichen Teil. So wird eine Unterstützungssumme je nach Dauer des Aufenthaltes und Zielland ausgerechnnet und für die Bezahlung der Leistungen der Organisation oder Betreuer verwendet. Der Projektträger in Deutschland finanziert sich über andere Mittel, sodass ich für meinen Aufenthalt einen Teil des Fluges bezahlt habe, meine Verpflegung und Freizeitaktivitäten.

Meine Firma hat mich für diesen Zeitraum freigestellt, zahlt aber weiterhin meine Ausbildungsvergütung. Der Praktikumsbetrieb auf Malta beschäftigt mich aber natürlich nur als unbezahlten Praktikanten.

Es ist also wirklich eine tolle Chance im Rahmen der Ausbildung, Zeit im Ausland zu verbringen, seine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, neue Leute kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln! Und das alles in einem Rahmen, der finanziell machbar ist!

Zeitlicher Ablauf

Zu Beginn des 1. Lehrjahres, das heißt September 2015, habe ich von der Möglichkeit erfahren und war mir auch sofort sicher, das zu machen.

Dann habe ich mir über Zielland und Zeitpunkt Gedanken gemacht und eine Organisation gesucht. Angemeldet habe ich mich aber erst Anfang Juni. Empfohlen wird, sich 3-6 Monate vor Beginn des Praktikums anzumelden.

Start meines Praktikums war der 12. September 2016
Ich habe den Zeitpunkt deshalb ausgewählt, weil es sich in den Sommerferien vielleicht anbieten würde, da man nicht so viel in der Schule verpasst, allerdings haben viele Firmen im Sommer weniger Arbeit und haben auf Ferienbetrieb umgestellt. Außerdem wollte ich es noch zu Beginn des zweiten Lehrjahres machen und die Herbstferien nutzen, da dann bald die Zwischenprüfung ansteht und ich später auch vorhabe, die Lehre verkürzt zu beenden.

Ich hoffe, ich habe alles Interessante und Wissenswerte erwähnt. Falls nicht, meldet euch doch über das Kontaktformular!

See you, Sophie

Dienstag, 04.10.2016

Tag 23-25 - Notte Bianca - St. Peters Pool - krank

Rückblick

Samstagabend fand in Valetta die Notte Bianca statt. Da Valetta bzw. ganz Malta Europas Kulturhauptstadt 2018 ist, finden im Vorhinein einige Kulturveranstaltungen, wie eben die Notte Bianca, statt.
Viele Geschäfte hatten bis Mitternacht geöffnet, kleine Bühnen mit waren aufgebaut, viele Gebäude waren angeleuchtet und einige Sehenswürdigkeiten waren für alle frei geöffnet.
Es gab eine Lichtshow und über den ganzen Abend hinweg ein Feuerwerk. In den Upper Barakka Gardens war ein kleiner Markt und von dort konnte man auch das Feuerwerk recht gut sehen.
Pauli und ich waren mal wieder mit den Italienern unterwegs, die natürlich erst 9 Uhr abends gegessen haben, weshalb wir erst so spät los kamen.... Wir sind dann ein wenig rumgeschlendert, haben uns die St.Pauls Cathedral, die normalerweise Eintritt kostet, angesehen und waren im Präsidentenpalast.
Es war recht viel los, aber ab um 1 Uhr wurde es dann schlagartig leerer.
Alles in allem war es ein recht schöner Abend, um Valetta mal bei Nacht zu erleben. Um 2 Uhr sind wir dann wieder nach Hause gefahren, was dann doch recht spät war, da wir alle noch ziemlich müde vom Feiern in Paceville waren.

St. Pauls CathedralPräsidentenpalastPräsidentenpalastEin Teil der Italiener & Pauli & ich

Sonntag

Als ich früh aufgewacht bin, habe ich schon gemerkt, dass ich Halsschmerzen habe. Ein paar Tage zuvor hatte ich auch schon Ohrenschmerzen und irgendwie sollte es den Tag über auch nicht besser werden. Da das Wetter mit 30 Grad, blauem Himmel und Sonnenschein aber zu gut war, um daheim zu bleiben, sind wir nach Marsaxlokk, ein Fischerort im Süden, gefahren, um dort zum St. Peters Pool baden zu gehen.
Die Mehrheit der Italiener wollte mal wieder mit dem Taxi fahren, in dem dann für uns kein Platz mehr gewesen wäre. Pauli und ich wollten dort aber eh hin und sind dann einfach mit dem Bus gefahren. Zwei der italienischen Jungs, Steph und Gianni, haben sich uns angeschlossen. Da es natürlich keine Direktverbindung gibt, mussten wir erst über Valetta fahren. Die Jungs, hungrig wie immer, wollten erst noch zu McDonald´s, allerdings erst nach einer ernsthaften Diskussion darüber, ob Burger King nicht doch besser ist....
Mittlerweile meine ich übrigens, italienisch schon recht gut zu verstehen.

Von Valetta in den Süden hat es dann aber noch 45 Minuten gedauert, weshalb wir dann kurz nach 3 Uhr in Marsaxlokk angekommen sind. Der Ort ist ziemlich klein, hat einen kleinen Fischerhafen, aber auch größere Industrieanlagen.
Unser Ziel, der St. Peters Pool, ist eine kleine Bucht, die angeblich nicht weit weg sein sollte. Einige Schilder dahin gibt es zwar, jedoch nie mit einer Entfernungsangabe. Wie das auf Malta eben üblich ist.
So mussten wir bei mindestens 30 Grad einen ziemlichen Hang auf einem unbefestigten Weg hinauf wandern, einen weiteren Weg nehmen und dann einen noch steinigeren Hang mit ein paar Stufen bis zur Bucht hinunter. So hatten wir das defintiv nicht erwartet...

Die Bucht an sich, war recht gut besucht, aber das Wasser war zu unserem Erstaunen recht kühl und vor allem mit vielen Wellen!

Industrieller Hafen in MarsaxlokkKirche in MarsaxlokkSt. Peters Pool

Montag

Heute war es natürlich nicht besser mit den Hals-, Ohren- und Kopfschmerzen. Ich bin trotzdem zur Arbeit gefahren, hab es dort aber nur bis halb 11 ausgehalten und bin dann wieder nach Hause gegangen.
Dort hab ich dann erst mal bis 4 Uhr nachmittags geschlafen und Medikamente genommen. Nachdem ich was Warmes gegessen hatte ging es mir erst mal wieder besser, aber auch nicht wirklich lange....

Dienstag

Gestern hatte ich entschieden, am heutigen Morgen zu sehen, ob ich fit genug bin oder nicht, um auf Arbeit zu gehen- war ich nicht. Irgendwie wird es weder besser noch schlechter. Ich kann nicht schlucken und mein gesamter Kopf, Hals und Ohren tun weh.
Ich hab mich auf Arbeit entschuldigt und mich erkundigt, ob es hier Sinn macht zu Arzt zu gehen oder ob eine Apotheke erst mal reicht. Letzteres wurde mir geraten, sodass ich heute früh erst mal dort hin bin. Seit dem schlafe ich immer wieder, nehme Medikamente und das alles bei schönstem Wetter. Nach der regnerischen letzten Woche eigentlich super, um mal wieder was zu unternehmen, ohne dabei nass zu werden, aber das wird wohl nichts.
Die Ohr- und Kopfschmerzen sind mittlerweile echt besser geworden, aber die Halsschmerzen sind echt heftig.
Wahrscheinlich werde ich tatsächlich morgen noch einmal zuhause bleiben müssen....

See you soon, Sophie

Mittwoch, 05.10.2016

Tag 26 - Arztbesuch auf Malta - Außer Gefecht

Da ich es gestern schon nicht mehr wirklich ausgehalten habe und meine Medikamente aus Deutschland dann auch schon aufgebraucht waren, bin ich hier in die nächste Apotheke gegangen und habe Ibuprofen und Lutschpastillen bekommen. Kopf- und Ohrenschmerzen waren damit erst mal gelindert, aber mein Hals wurde immer schlimmer. Nachdem ich meine Kollegin gefragt hatte, wie es denn in Malta mit Ärzten ausschaut, hat sie mich wieder in die Apotheke geschickt, um dort nach einem Arzt zu fragen. Dort hieß es dann, dass ich doch heute um 6 Uhr abends gerne vorbei kommen könnte, denn dann wäre ein Arzt in der Apotheke.

Das klingt einfach und ich war seeeeehr erleichtert. Kurz vor 6 war ich also wieder da, konnte nicht reden oder schlucken. Da auf Malta nichts pünktlich passiert, kam natürlich auch der Arzt eine halbe Stunde zu spät. Nach einer weiteren halben Stunde warten, war ich dann endlich dran und schnell war klar: Fieber, geschwollene und entzündete Mandeln - Anitbiotikum muss her.
Das gabs natürlich gleich in der Apotheke und auch den Arzt musste ich so bezahlen. 20 € für den Doc und 11 € für das Penicillin.
Im Übrigen hatte ich keine Probleme den Arzt auf Englisch zu erklären was ich hatte, aber seine Fragen zu verstehen, fiel mir extrem schwer. Vokabeln in die medizinische Richtung hab ich echt nicht auf Lager... Mit Zeichensprache geht aber irgendwie alles, sodass es dann doch geklappt hat.
Ich muss jetzt also für mindestens 3 Tage das Bett hüten und hoffen, dass das Penicillin auch anschlägt.
Die Nacht von gestern auf heute war leider der Horror, denn das Antibiotikum hilft nicht gegen die Schmerzen, sondern natürlich das Ibuprofen. Da ich den Arzt aber nicht in allem verstanden habe, hier die falschen Leute gefragt habe und zuhause auch niemand geantwortet hat, hab ich die Nacht ohne es einzunehmen verbracht. Grober Fehler.
Den Vormittag heute hab ich erst mal Schlaf aufgeholt und fleißig Medikamente genommen. Ich hoffe, bis zum Wochenende kann ich mal wieder ein paar Meter mehr gehen. ohne erschöpft zu sein und vor allem, wieder schlucken zu können.

Mal sehen wie die heutige Nacht wird..

See you, Sophie

Sonntag, 09.10.2016

Tag 27 - 31 Ende der 4. Woche

Nachdem ich Dienstag beim Arzt war, Medikamente bekommen habe und so gut es geht das Bett gehütet habe, geht es mir heute schon wieder recht gut.

Tja, wenn man krank ist, was soll man da schon spannendes erleben. Hier trotzdem eine Kurzfassung der letzten Woche:

Mittwoch habe ich wirklich den ganzen Tag im Apartment verbracht, da irgendwie jedes Laufen und Stehen nach kurzer Zeit anstrengend wurde.

Donnerstag das Gleiche bis Nachmittag. Dann sind Stephan und ich erst zum Bankautomaten, dann wegen ständigem Hunger seinerseits zu einer Einkaufsmall. Die ist eigentlich nicht weit weg - wenn man den richtigen Weg nimmt. Wir sind aber einmal falsch abgebogen und haben so einen ungewollt langen Spaziergang an einer recht stark befahrenen Straße nach Mosta gemacht. Übrigens ist es sehr komisch, bestimmte Strecken zu laufen. Alle fahren hier mit dem Bus oder Auto, niemand geht zu Fuß, obwohl alles so nah liegt. Man verliert hier tatsächlich ein wenig die Relation für Entfernungen. Da wartet man lieber eine Stunde auf den Bus nach Mosta, anstatt die Strecke von 15 Minuten zu Fuß zu gehen...

Freitag hatten natürlich auch Gianni und Umar von dem Burger King in der Nähe erfahren. Also sind wir noch einmal dahin. Pauli und ich sind mitgegangen, denn ich wollte endlich mal wieder aus dem Apartment raus und ein paar Meter gehen...
Skurrile Begegnungen sind auf Malta anscheinend normal. Da wir einfach in fast jeden Laden dort gegangen sind, mussten wir natürlich auch in ein Spielzeuggeschäft gehen. Eigentlich nach 10 Minuten dann doch recht langweilig - wenn der Verkäufer da nicht gewesen wäre. Der hat dann tatsächlich ein Gespräch von einer Stunde mit uns angefangen und mit uns über Gott und die Welt gesprochen. Wir Deutsche wurden mal wieder mit Nazi-Witze und Fragen über das Thema bombadiert und die auch sonst wusste Luke, der Verkäufer nur ein paar Jahre älter als wir, ziemlich viel über Malta und die Welt zu erzählen. Diese Begegnung war tatsächlich sehr unerwartet, aber sehr unterhaltsam und interessant. Ein Selfie musste dann natürlich auch gemacht werden:

Umar, ich, Luke, Stephan, Gianni, Pauli In den ziemlich großen Supermarkt dort mussten wir natürlich auch noch gehen und die Jungs sind dort rumgelaufen, als hätten sie noch nie Lebensmittel gesehen.
Da eine von den Italienerinnen, Souad, an dem Tag Geburtstag hatte und sie uns zum Abendessen eingeladen hat (ok, wir haben mal wieder Pizza bestellt), haben wir auch gleich noch ein Geschenk kaufen können.
Da sie "The Body Shop" liebt, wie anscheinend viele Malteser, denn der Laden ist hier tatsächlich sehr oft zu finden, haben wir ihr dort eine Kleinigkeit besorgt und sind dann wieder zurückgeschlappt.

Der Plan war eigentlich, sich um 8 Uhr zu treffen und die Pizza zu bestellen. Letztendlich hat sich die Pizza erst um 11 Uhr bei uns blicken lassen und mein Magen hing mir in den Kniekehlen....
Als kleine Überraschung, die aber keine war, weil Souad es unglücklicherweise schon vorher entdeckt hatte, ein super leckerer Geburtstagskuchen, den wir dann alle zusammen gegessen haben. Auch die anderen deutschen Mädels waren dabei - war also ein witziger Abend.

Samstag haben sich Pauli und ich nach einem kleinen Einkauf im Supermarkt und Essen von der Pastizzeria ein paar Jungs nach Sliema angeschlossen. Die wollten zum Strand, wie wir eigentlich auch, doch irgendwie ging es dann aber doch spontan in die Stadt. In Sliema kann man nämlich sehr gut shoppen, worin ich auch recht erfolgreich war. Ein guter Tag also.
Abends sind dann einige noch nach Paceville - das übliche Programm für das Wochenende eben.

Sonntag

Heute haben wir richtig schön ausgeschlafen und alle zusammen Mittag gegessen. Da die Italiener heute ihre Gozo und Comino - Tour machen, sind Pauli und ich alleine unterwegs gewesen.
Ich hab mal wieder meinen Reiseführer rausgekramt und der hat irgendwo ganz nebensächlich erwähnt, dass es ganz in der Nähe von uns den St. Anton Palace & Garden gibt. Ein grüner (!!!) Park? Klingt gut, denn mal wieder ein wenig mehr Vegetation als einzelne Büsche oder Sträucher zu sehen, tut echt gut.

Nur 4 Minuten mit dem Bus von uns entfernt befindet sich von öffentlichen und privaten Gärten umgeben die Residenz des jeweiligen aktuellen Präsidenten von Malta. Alles wird intensiv bewässert, sodass tatsächlich Blumen blühen und Büsche und Bäume schön grün sind. Es gibt einige Brunnen und ein schönes Café hinter dem Palace, in dem wir uns passend zum Sonntagnachmittag einen Kaffee und Kuchen gegönnt haben.
Es war also ein ziemlich entspannter und schöner Sonntagnachmittag, bei dem sich Pauli und ich schön unterhalten konnten. Das Wetter war wieder hervorragend, aber ab 6 Uhr wird es tatsächlich schon so kühl, dass man zur kurzen Hose eine Jacke vertragen könnte. Aber gerade das es sich ein wenig abkühlt finden alle, vor allem auch die Malteser, ziemlich angenehm.

St. Anton Garden

Morgen werde ich wieder arbeiten gehen und dann kann es auch wieder mit dem Malta Entdecken weiter gehen! Endlich!

See you, Sophie

Montag, 10.10.2016

Tag 32 - Arbeitszeitänderung

Da ich mich ja jetzt schon wieder fit fühle und heute auch wieder auf Arbeit war, war ich schon wieder richtig am Pläne schmieden, wo ich denn noch hin will.
Doch als ich heute wie immer um 2 Uhr gehen wollte, schaut mich meine Kollegin ungläubig an und erinnert mich an die Umstellung auf die Winterarbeitszeit, die ab Oktober beginnt. Das heißt: bis um 4 Uhr nachmittags arbeiten.

Als sie das gesagt hat, bin ich ein wenig zu Eis erstarrt, denn dann wäre ich die einzige, die erst so spät Feierabend hat. Für mich in Deutschland ist das normal. Ich fange 7:30 Uhr an, Feierabend ist damit regulär 16 Uhr. Aber nach 16 Uhr hier noch etwas Großartiges zu machen, ist recht schwer. Erstens wird es ab 19 Uhr dunkel und um von Attard irgendwo hinzukommen, muss man mindestens eine Stunde Fahrt pro Strecke rechnen.
Ich konnte heute noch um 2 gehen, weil ich auf Nachfrage ihrerseits natürlich heute schon komplett verplant war. Ich meinte, wenn ich mit meinem Chef George sprechen würde, ginge es bestimmt auch eher. Der ist diese Woche aber natürlich nicht da. Sie will ihn per Mail fragen, aber so wie es ausschaut, sind die freien Nachmittage wohl dahin.

Für mich wäre es dann aber angenehmer schon um 8 Uhr anzufangen und vielleicht nur bis um 3 Uhr zu arbeiten. Das werde ich morgen erfahren....

Ansonsten haben Pauli und ich heute mal den Versuch eines Wocheneinkaufes gestartet und sind zusammen mit den Italienern zum Supermarkt in der Einkaufsmall gegangen. So wie es ausschaut werden wir noch regelrecht organisiert auf den letzten Metern.

Im Übrigen vermisse ich total jegliche deutsche Backwaren. Wenn ich aber mal genauer drüber nachdenke, was denn eigentlich noch, fällt mir so direkt nicht so viel ein... Ich glaube ich könnte es, gerade durch die Wetterbedingungen hier, noch ein wenig länger aushalten. Aber mal sehen was ich in zwei Wochen sage, wenn es wirklich nach Hause geht....

Bis dahin hoffe ich, trotz der neuen Arbeitszeiten noch viel sehen zu können. Denn es ist nur noch ein Wochenende übrig, an dem man etwas unternehmen kann. Neeeeeeeeeeiiin

See you, Sophie

Donnerstag, 13.10.2016

Tag 33 - 35 - Doctor again - Vittoriosa

Dienstag

Da ich ja am Montag auf die neuen Arbeitszeiten hingewiesen wurde, durfte ich heute wie erwartet ein wenig länger arbeiten. Allerdings auch "nur" bis halb 4, was mir aber nichts genutzt hatte, weil ich den entsprechenden Bus um 1,5 Minuten verpasst habe. Wenn man die Unpünktlichkeit der Busse einmal braucht, kommen die pünktlich...
Also war ich erst halb 5 zuhause, was dann echt nicht mehr so viel Spaß macht, da man tatsächlich nichts mehr unternehmen kann.
Mein Nachmittagsprogramm war dann noch einmal ein Arztbesuch, bei dem ich wieder für 7 Tage Tabletten bekommen habe. Der Arzt hat mich sogar wiedererkannt und mir den Juni als den besten Reisemonat für Malta empfohlen, da dort, wie er sagt, die Schüler noch in der Schule sind, die Italiener noch nicht eingefallen sind und auch die Deutschen erst alle im Juli kommen. Ah ja!

Mittwoch

Heute hatte ich mich wieder auf einen späten Feierabend eingestellt. Bis zum Mittag hatte ich wieder am Empfang gesessen, sollte dann aber den Arbeitsplatz wechseln, weil durch das Tribunal recht viele Leute kommen, denen ich dann doch nicht alleine helfen kann.
Dann sollte mich eine Kollegin, die mit der lockersten Arbeitsauffassung, mich in einen neuen Computer einloggen. Das funktionierte natürlich nicht, weshalb ich dank ihr schon um 12:45 Uhr in den Feierabend entlassen wurde. Das war natürlich super, denn wir konnten uns so endlich mal wieder etwas anschauen. Ich habe das Gefühl, die Zeit vergeht jetzt umso schneller und es macht sich ein wenig Panik breit, nicht alles sehen zu können, was ich möchte. Jetzt ist es nur noch eine gute Woche hier auf Malta und ich hab so viel Zeit durch Kranksein verloren - ultra ärgerlich.

An dem freien Nachmittag sind Pauli, Stephan, Umar und ich also nach Vittoriosa/ Birgu, was eine von den "three old cities" im Grand Harbour von Valetta ist. Von dort kann man Upper und Lower Barakka Gardens sowie allgemein das Panorama von Valetta sehen. An sich ist es ein kleiner Ort, der aber einen recht großen Yachthafen mit teilweise wirklich großen Yachten hat.

Da wir ja immer um irgendwo hinzukommen über Valetta fahren müssen, sind wir dort am Abend noch ein wenig rumgelaufen und haben nach Souvenirs geschaut. Die Jungs mussten natürlich wieder mal zu McDonald´s und Pauli und mir hing beim Anblick von Essen der Magen in den Kniekehlen. Nach 8 Uhr zu essen können vielleicht die Italiener, wir aber eher nicht so. Deshalb gab es auf die Schnelle mal wieder Pasta. Allerdings sind Pauli und ich mittlerweile gar nicht mehr soo verplant, was die Lebensmittelbeschaffung und das Kochen angeht. Wir lernen dazu!

Ansonsten hat uns George, unser Ansprechpartner hier vor Ort, einen kleinen Besuch abgestattet und uns alles über den Wochenendtrip nach Gozo und Comino erklärt. Ich bin echt gespannt und freue mich drauf. Das beste ist vor allem, dass der Ausflug uns nichts kostet, da er Teil des Vertrages mit der Agentur auf Malta und dem Projektträger in Deutschland ist.

Donnerstag

Heute musste ich bis kurz nach halb 3 arbeiten, war also halb 4 Zuhause und hab erst mal 1,5 Stunden geschlafen, weil ich mich immer noch nicht wirklich fit fühle. Daher ging es auch noch mal in die Apotheke... Ich hoffe wirklich das letzte Mal. Es ist schon ein schlechtes Zeichen, wenn man dort erkannt wird...

 

Sonntag, 16.10.2016

Tag 36-38 Wird das hier zum Krankenbericht??

Freitag

Für Freitagnachmittag hatten wir uns alle eigentlich wieder vorgenommen, etwas zu unternehmen. Ich hab gehofft, eher gehen zu können, sodass wir noch viel vom Tag haben.
Doch irgendwie ist meine Krankenodyssee immer noch nicht am Ende angekommen. Da ich mich eher wieder krank gefühlt habe, bin ich eher von Arbeit nach Hause gegangen. Meine Kollegin hat mir vorher allerdings noch mehr oder weniger subtil mitgeteilt, dass ich mich nicht so anstellen soll...

Den restlichen Tag habe ich mal wieder damit verbracht zu schlafen, mich auszuruhen, etwas zu essen und Medizin zu nehmen.
Am Abend sind viele der Italiener und der deutschen Mädels wieder nach Paceville während ich das Bett hüten durfte...

Samstag & Sonntag

Mittlerweile komme ich mir wirklich vor, als würde ich einen Krankenbericht schreiben. Ich würde so gerne weiter berichten, was ich alles sehe und erlebe, Fotos hochladen und von Malta schwärmen. Denn das Wetter ist hier super. Sonnig und über 25 Grad jeden Tag. Ich will nicht ins kalte Deutschland!!!
Ich habe schon viel gesehen, das stimmt, aber gerade heute sollte es nach Gozo und Comino gehen, die beiden anderen Inseln vom Staat Malta, und ich bin krank zuhause. Natürlich kann ich noch so oft nach Malta zurück kommen wie ich möchte. Es ist nur ein 3 h Flug, aber das alles hier, die Leute und der Zeitpunkt, ist eben nur einmal. Ich komme mir ein bisschen ausgebremst vor. So hatte ich mir das tatsächlich überhaupt nicht vorgestellt und habe überhaupt nicht damit gerechnet, gerade hier und jetzt krank zu sein.. Das ist schon zuhause ärgerlich, aber hier ist es erst recht ätzend.

Das Gute dabei: Ich musste mit Ärzten und Apothekern reden und kann nun meine Symptome gut auf Englisch beschreiben! Juhuu

Jetzt ist nur noch eine Woche übrig und ich würde gerne noch einige Dinge von Malta sehen. Mir fehlen nämlich noch Gozo, Comino mit der Blauen Lagune und die Blaue Grotte. Gerade die Sachen, die auf Malta sehr spektakulär sind und jeder Tourist ansteuert, der nur eine Woche hier ist. Ich weiß nicht, warum ich das nicht schon gleich am Anfang gemacht habe.

Ich versuche jetzt die letzte Woche hier zu genießen und nicht darüber nachzudenken, was ich alles verpasst haben könnte, weil ich krank geworden bin.
Malta ist nur 3 h entfernt!

See you, Sophie